Am gestrigen Abend stand binnen fünf Tagen das nächste Derby auf heimischen Platz an.
Der Löwenberger SV kam mit breiter Brust auf den Platz der Fortuna. Über 150 Fans brachten die Nachbarn mit auf den Sportplatz und waren nicht zu überhören und zu übersehen.
Die Fortuna Fans hielten sich anfangs noch bedeckt. Zu frisch war die Niederlage gegen Falkenthal.
Das Barometer war eindeutig gegen unsere Fortuna.
Aber wie immer im Leben bewahrheiten sich die Sprichwörter.
Zitat L. Heidel: "Totgeglaubte leben länger!"
Aber kurz nochmal zurück zum Spiel. Unsere Jungs zeigten sich von einer ganz anderen Seite.
Man konnte von Anfang an sehen, dass heute die Truppe auf dem Platz stand, die letzte Saison souverän die Meisterschaft in der Kreisliga holte.
Kampfbetont, schnell, überfallartige Angriffe, auf den herausragenden Torwart der Löwenberger.
Eine Verteidigung geschwächt durch den Ausfall von Kapitain F. Witte, aber gestärkt durch die Clublegende H. Ludwig.
Eine Abwehr wie ein Bollwerk. Es wurde gesprochen, dirigiert und erkannte Löcher sofort gestopft.
Ein Mittelfeld welches sich die Bälle holte und nach vorne verteilte.
Im Sturm trat Julio und L. Heidel an um die Bälle zu versenken.
Der erwähnte Julio erzielte in der 7. Minute nach einem tollen Sololauf das 1:0.
L. Heidel hätte mit einem Strafstoß auf 2:0 erhöhen können, aber er schoss daneben.
Direkt danach hatte L. Heidel ebenfalls das 2:0 auf den Füssen, aber der sehr gute Torhüter parierte den Schuss.
Es ging mit einem 1:0 in die Kabine.
Nach der Halbzeit machten die Löwenberger mehr Druck, aber mitten in der Angriffswelle, schlug Nico eiskalt zu. Ein als Flanke getarnter Schuss landete im Dreiangel der Gäste.
Die Euphorie der Fortuna Fans wuchs und man glaubte an die Sensation.
Die Sprechchöre der Löwenberger verstummten nicht, aber nun waren die Fortuna Fans auch zu hören.
Nur zwei Minuten später erzielten die Gäste das Anschlusstor.
Ab jetzt hieß es Mann gegen Mann. Drohende Niederlage für den LSV oder Sieg für die TSG!
Beide Trainer wechselten, um frische Spieler aufs Feld zu bekommen und Coach Heiko hatte das glücklichere Händchen.
Der eingewechselte L. Fröhlich machte ein Abstaubertor und sicherte in der 76. Minute seiner Fortuna den Sieg.
Es war ein absolut würdiger Abend für ein Derby. Die knapp 300 Gäste kamen auf ihre Kosten und alle Fans dieser Sportart wissen, das sind die Spiele die man sehen möchte.
Jetzt heißt es den Elan mitnehmen und als Underdog weiter punkten, um zu einem mächtigen Wolf zu reifen und seinen Mann zu stehen.